Stempel_35

Wir haben 1.000 Unternehmen befragt

97% sagen, sie wollen auch in konjunkturschwachen Zeiten in Digitalisierung investieren, 60% der Teilnehmer sind Teil einer Digitalisierungsinitiative, als Top-Hindernis wird die Datenqualität gesehen. Datenstau oder digitale Überholspur - was gilt?

97% sagen, sie wollen auch in konjunkturschwachen Zeiten in Digitalisierung investieren, 60% der Teilnehmer sind Teil einer Digitalisierungsinitiative, als Top-Hindernis wird die Datenqualität gesehen. Datenstau oder digitale Überholspur - was gilt?

the factlights Artikel

Mensch gegen Maschine – setzen die Controller sich durch?

Die aktuellen technologischen Entwicklungen im Controlling-Umfeld erfolgen in einem atemberaubenden Tempo. Die Folge: Fach- und Führungskräfte im Controlling scheinen durch Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Robotic Process Automation immer mehr unter Druck zu geraten. Könnte die Maschine die Controller/innen möglichweise vollständig ersetzen? Unsere Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit bei der CA controller akademie zeichnen ein ganz anderes Bild:

Solange es Menschen im Unternehmen gibt, solange braucht es auch Controller.

Dieser Zusammenhang lässt sich sehr gut mit dem MOVE-Modell beschreiben. MOVE steht für „im Unternehmen etwas bewegen“, also für „Veränderungsprozesse erfolgreich gestalten“. Dies kann laut Modell nur gelingen, wenn sowohl die Sache (die Buchstaben M und O) als auch der Mensch (die Buchstaben V und E) berücksichtigt werden.

M steht für die Methode

Wie kann es gelingen, im Zeitalter von Big Data strukturierte und unstrukturierte Daten so zu speichern und auszuwerten, dass wir daraus Informationen zur Unternehmenssteuerung ableiten können?

O steht für Organisation

Welche organisatorischen Veränderungen sind notwendig? Z. B. der Aufbau einer neuen Abteilung Information Management.

V steht für das Verhalten

Welche internen Verhaltensspielregeln müssen beachtet werden, damit hohe Flexibilität in der Analyse und dem Reporting einerseits, sowie Datensicherheit und eine Single Source of Truth andererseits erreicht werden können? Ob das geschieht, hängt nun wiederum von E ab.

E steht für die Einstellung der Menschen

Liegt der Fokus auf dem eigenen Nutzen und werden Verhaltensregeln häufig umgangen? Im Bereich Information Management hätte dies Dateninkonsistenzen und damit eine verfälschte Entscheidungsbasis der Unternehmenssteuerung zur Folge.

M und O können relativ schnell verändert werden. Die größte Wirkung auf einen erfolgreichen Transformationsprozess haben jedoch V und E und damit die Menschen.

Die Gestaltung von Informations- und Kommunikationsschnittstellen gehört zur Tätigkeit der Controller/innen. In ihrer Rolle als Business Partner unterstützen sie das Management dabei, ganzheitliche Entscheidungen auf Basis der Unternehmensziele zu treffen und stellen die dafür notwendigen Daten zur Verfügung. Dabei machen Controller/innen immer wieder unterschiedliche Interessenslagen transparent und sind bestrebt, diese durch Moderation auszugleichen. Sie leisten somit einen wertvollen Beitrag für MO und VE. Das hat sich auch in Zeiten der Digitalisierung nicht geändert.

Geändert hat sich allerdings die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung. Über vielfältige Quellen werden immer mehr Daten gesammelt. Durch explorative Methoden werden Zusammenhänge aufgedeckt, die bisher unbekannt waren oder nur vermutet werden konnten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich jetzt Berechnungsmodelle entwickeln und validieren, die eine Vorhersage über voraussichtliche Entwicklungen in der Zukunft ermöglichen.

Es kommt darauf an, die richtigen Daten zu sammeln, sie mit passenden Verfahren zu analysieren und dann die Ergebnisse sinnvoll zu interpretieren.

Die Schweizer Internetseite Watson (https://www.watson.ch/!867233120) zeigt eine Reihe von Beispielen mit sinnlosen Korrelationen. So liegt die Korrelation zwischen Selbstmorden durch Erhängen und Investitionen der USA in Forschung bei 99,79% und die Korrelation zwischen dem Umsatz der Spielhallenindustrie und Personen, die ihre Doktorarbeit in Computerwissenschaften abschlossen bei 98,51%.

Hier wird deutlich, reine Rechenergebnisse müssen immer in einen sinnvollen Kontext gesetzt werden. Übertragen aufs Controlling: Nur wer die Anforderungen des Managements versteht, kann die wichtige Brücke schlagen von der Datengewinnung, über die Datenanalyse bis hin zur Managemententscheidung. Es ist also Aufgabe der Controller/innen moderne Analyseverfahren anzuwenden, um die gewonnenen Informationen dann verständlich für das Management aufzubereiten. Controller/innen tun tun gut daran, sich mit den dafür notwendigen Kompetenzen in BI, Analytics und Information Design auszustatten.

Früher konnten Manager/innen und Controller/innen gemeinsam im Team das Steuerungsmodell, den Datenbedarf und das Berichtswesen weitgehend untereinander definieren und umsetzen. Heute sind in diesem Prozess z.T. mehrere spezialisierte Abteilungen involviert. Ein Beispiel aus unserer Beratungspraxis beschreibt das gut: Das Pharmaunternehmen hat seine Controller Abteilung in zwei unterschiedliche Teams überführt. Das Team „Business Partner“ ist verantwortlich für die interne Beratung des Managements. Hier werden die Steuerungsmodelle erarbeitet, Berichte interpretiert und Korrekturmaßnahmen diskutiert. Das Team „Information Management“ erzeugt Datenmodelle und wendet dabei fortgeschrittene Analysemethoden an, um die Business Partner mit Informationen zu versorgen.

Dieses Team arbeitet nicht nur mit den Business Partnern und mit der IT des Unternehmens eng zusammen, sondern auch über Datenanbindungen mit Spezialisten aus dem Social Media Bereich, mit Online-Marketern, Verwaltern von GPS Daten u.v.m. Die Anzahl der Schnittstellen steigt explosionsartig und variiert permanent. Hinter vielen Schnittstellen stehen aber auch Menschen, die ihre eigene Einstellung und Sichtweise vertreten. Konflikte, die hier entstehen, müssen von Menschen gelöst werden.

Es geht nicht darum, sich gegen die Maschine durchzusetzen, sondern eine Symbiose mit ihr einzugehen.

Repetitive Abläufe mit niedriger Wertschöpfung werden automatisiert, um den Menschen zu entlasten. Zukunftsorientierte Datenarchitekturen, fortgeschrittene Analyseverfahren, Dashboards und Self Service BI helfen, flexibel und in Echtzeit Reports zu erzeugen. Und der Controller/innen lernen, die richtigen Informationsanforderungen zu stellen, Analyseergebnisse zu interpretieren und Kommunikationsschnittstellen zu gestalten. Let’s MOVE. MEHR ZUR CA CONTROLLER AKADEMIE

News von CA Controller Akademie

Tipp

Greifen Sie zu: Information Manager oder Change Agent werden

Die Digitalisierung schafft interessante Entwicklungsmöglichkeiten für Controller.

Bei aller Faszination für BI, Analytics, Berechnungen und Technologie wird doch auch der Mensch weiterhin gefordert sein. Denn Informationen müssen verständlich aufbereitet werden und auch die digitale Welt benötigt analoges Denken. Entdecken Sie neue berufliche Möglichkeiten und bauen Sie ihre Kompetenzen daraufhin aus.

Artikel

Data Literacy - eine Schlüsselkompetenz für Entscheider

Die Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einzusetzen und zu hinterfragen, bezeichnet man als Data Literacy, was mit Datenkompetenz übersetzt werden könnte.

Auch wenn der operative Umgang mit Daten, deren Analyse und Interpretation maßgeblich Controllern und Data Scientists vorbehalten ist, sollten Führungskräfte, die für die Steuerung des Unternehmens verantwortlich sind, zumindest verstehen, auf welcher Informationsgrundlage sie unternehmerische Entscheidungen treffen.

the factlights Top-Thema

STUDIEN HIGHLIGHTS

Erste Ergebnisse für Sie zusammengefasst

97% der Unternehmen wollen in konjunkturschwachen Zeiten weiter investieren – 60% der Teilnehmer sind Teil einer Digitalinitiative – Datenqualität wird als Top-Hindernis gesehen

ARTIFICIAL INTELLIGENCE

AI wird konkret – Empfehlungen für die Praxis

Neue AI-Methoden und -Tools eröffnen in der Geschäftswelt unbegrenzte Potenziale, wenn sie in den Unternehmensalltag integriert werden

PROZESSOPTIMIERUNG

Eine Grundlage für die Digitalisierung der operativen Steuerfunktion

Das Prozesshaus vereint die sechs wesentlichen Komponenten zur Optimierung und Digitalisierung von Prozessen

EU-RICHTLINIE

Neue Digitale-Inhalte-Richtline – Umdenken für die digitale Branche?

Für die Unternehmen der digitalen Branche stehen im Bereich B2B erhebliche rechtliche Änderungen am Horizont

INNOVATIONSPROZESS

Vorgehensmodell für die Portfolio-Entwicklung in Innovationsprozessen

Das Portfolio-Entwicklungsmodell gibt Orientierung, um mit neuen VUCA-Gegebenheiten methodisch umzugehen

the factlights bringt Ihnen spannende Einblicke:

  1. Am Puls der Zeit
    the factlights 2020 hat über 1.000 Unternehmen im deutschsprachigen Raum zu ihrer Realität von Digitalisierung, Analytics und Datenarbeit befragt. Highlights, Updates und die kompletten Studienergebnisse gibt's hier.
  2. Experten analysieren und empfehlen
    Namhafte Vertreter führender Unternehmen nehmen Stellung zu aktuellen Trends, stellen Checklisten, Use Cases, Whitepaper bereit und stehen Ihnen gerne mit Empfehlungen, Tipps und Best Practices rund um die Themen der Digitalisierung und Datenarbeit zur Seite. KONTAKTIEREN SIE UNS!
  3. Detaillierte Ergebnisse sichern
    Damit Sie nichts verpassen, melden Sie sich am besten gleich unverbindlich an und Sie erhalten regelmäßig spannende Updates sowie die kompletten Ergebnisse als Management Summary mit detaillierte Analysen, Handlungsempfehlungen und Experten-Kommentare aus verschiedenen Branchen und Disziplinen zugesandt.

THE FACTLIGHTS 2020

Was macht the factlights 2020?

the factlights 2020 stellt Fragen und gibt Antworten: Als zentrale Studie im deutschsprachigen Raum hinterfragt the factlights 2020 den Stand von Data & Analytics Initiativen in Unternehmen und deren Einfluss auf den Arbeitsalltag  jedes einzelnen.